Gute Vorsätze im Supply Chain Management für 2019

Die Reste des Silvester-Raclettes sind aufgebraucht, die Bleigieß-Figuren sind analysiert und der erste Arbeitstag des neuen Jahres liegt schon wieder weit zurück. Vielleicht haben Sie sich für 2019 auch den Vorsatz gefasst, einen gesünderen und aktiveren Lebensstil zu pflegen und mehr Sport zu treiben?

Doch nicht nur im Privaten setzt man sich neue Ziele. Auch im Supply Chain Management fragt man sich, welchem der unzähligen neuen digitalen Trends man sich widmen soll. Beim Lesen von aktuellen Studien meint man, dass Unternehmen von digitalen Technologien wie beispielsweise „Blockchain“, „Digital Twin“ oder „Augmented Reality“ immer weiter durchdrungen werden. Und es lässt einen das Gefühl nicht los, dass das eigene Unternehmen endlich nachziehen muss.

Doch egal welche Technologien gerade als Top-Trend 2019 identifiziert wurden – ohne eine stabile und fähige Supply Chain Organisation ist jede noch so innovative Industrie 4.0-Lösung zum Scheitern verurteilt. Denn für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Steigerung der Unternehmensperformance müssen unterschiedliche Dimensionen der Supply Chain berücksichtigt werden:

Bevor sich die Organisation also auf die Umsetzung einzelner Technologien stürzt, müssen zuerst die „guten Vorsätze“ in konkrete Ziele umgewandelt und in die Unternehmensstrategie aufgenommen werden (Strategic Alignment). Die Umsetzung der Strategie sollte immer bei den Mitarbeitern beginnen. Sie müssen informiert, ausgebildet und begeistert werden, damit sie sich selbst an geeigneter Stelle einbringen können (Organization & Culture). Dazu gehört, dass vorhandene Prozesse überprüft, effizient gestaltet und gut dokumentiert werden (Process Management). Dafür muss ein Bewusstsein für saubere Daten geschaffen und die Systeme aufeinander abgestimmt werden (Data & Information Tools). Wenn die internen Abläufe optimiert wurden, fällt es leichter, externe Supply Chain Partner zu definieren, Kooperationen auszubauen und Informationen unternehmensübergreifend auszutauschen (Cooperation & Agility).

Als kritische Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche Supply-Chain Optimierung werden insbesondere die strategische Zielsetzung, Unterstützung durch das Top-Management, Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern, Offenheit für Veränderungen und Verinnerlichung der notwendigen Prozesse gesehen.

Verfügbare und qualifizierte Mitarbeiter sind dabei der Schlüssel zum Erfolg. Oft sind Mitarbeiter jedoch in tägliche Firefighting-Aktionen eingebunden, um wiederkehrende Prozess- und Organisationsschwächen auszugleichen. Es bleibt dabei kaum Zeit sich um die strategisch wichtigen Projekte zu kümmern. Die Mitarbeiter eines Unternehmens müssen die Freiräume haben, sich funktionsübergreifend einbringen und kontinuierlich weiterbilden zu können. Ein durchgängiger und stabiler Order-to-Delivery-Prozess muss dabei unterstützen schnell und effizient das Tagesgeschäft abzuwickeln. Nur so kann die Organisation langfristig und nachhaltig weiterentwickelt werden.

Nehmen Sie sich 2019 die Zeit, sich neben Ihren persönlichen Vorsätzen auch der nachhaltigen Weiterentwicklung Ihrer Organisation zu widmen. Dafür müssen Sie zuerst Ihre Vorsätze in klare, messbare Ziele umwandeln. Und denken Sie immer daran: Für einen gesünderen Lebensstil reicht es nicht, sich nur neue Laufschuhe zu kaufen. Schnüren Sie die Laufschuhe und laufen Sie los!

Beitrag von Lena Burgis